Kosten reduzieren
 

Nutzen wir den Money-Booster der Solartechnik und reduzieren die Energiekosten. Das ist gut für unseren Geldbeutel und gut für`s Klima!

 

Am deutlichsten wird das Einsparpotential anhand der Strompreiszusammensetzung sichtbar.

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Beim Verbrauch von selbst erzeugten Strom reduziert sich der Strompreis um folgende Preiskomponenten:

- Stromsteuer

- Umsatzsteuer (bis einer PV-Anlagenleistung von 10 kW ???)

- EEG-Umlage (bis einer PV-Anlagenleistung von 30 kW)

- Konzessionsabgabe

- Netzentgelte

- Sonstige Kosten

Weitere Infos zu dem Thema erhalten Sie auf der Internetseite http://strompreisbestandteile.de/

Es bleiben nur die Kosten für die Stromerzeugung, die bei Kleinstanlagen bis 10 kWh typischerweise in der Größenordnung von 10 Cent pro kWh (ohne Stromspeicher) liegen. Somit lassen sich mit selbst produzierten Strom die monatlichen Stromkosten um ca. 2/3 der Kosten reduzieren.

 

Ein durchschnittlicher 3-Personenhaushalt bezahlt inzwischen monatlich € 92,- pro Monat für Strom. Siehe Graphik unten. Das sind € 1.100,- im Jahr und € 22.000 in 20 Jahren. Ein beachtliches Einsparpotential.

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Eigenverbrauch rechnet sich. Erst recht wenn mit dem günstigen Strom auch das teure Heizöl, Gas, Benzin oder Diesel ersetzt wird. Einspeisung rechnet sich nicht. Die Einspeisevergütung (typisch 6-7 Cent/kWh) liegt in der Regel unterhalb der Produktionskosten (typisch ca. 10 Cent/kWh). Somit muß das wirtschaftliche Ziel sein, den selbst produzierten Strom auch selbst zu verbrauchen.

Das Problem dabei: Stromproduktion und Stromverbrauch schwanken stark über das Jahr. Vor allem im Winter hat man nur ca. 1/3 der maximalen Stromproduktion zur Verfügung. Aber gerade in dieser Zeit benötigt man mehr Strom für`s Heizen und E-Auto fahren (statt E-Roller oder E-Bike fahren). Selbst wenn man die Stromproduktion entsprechend erhöht, dann hat man im Sommer viel zu viel Strom. Wie nutzt man den Strom sinnvoll?

Welche Energiekosten kann man darüber hinaus noch reduzieren?

Benzinkosten:

Laut Statista GmbH beträgt der durchschnittliche Verbrauch bei Pkw 7,8 Liter Benzin oder 7,0 Liter Diesel auf 100 km. Multipliziert mit einem Bezinpreis von € 1,70 und Dieselpreis von € 1,50 ergibt das € 13,26 bzw. € 10,50 auf 100 km. Im Vergleich dazu verbraucht ein E-Auto zwischen 15 und 30 kWh auf 100 km. Bei 20 kWh ergebe das € 2,00 auf 100 km.

 

Ein Landstraßen tauglicher E-Roller (95 km/h) verbraucht ca. 5 kWh auf 100 km und somit nur 50 Cent. Ein E-Bike verbraucht davon wiederum nur ein Zehntel. Das wären 5 Cent auf 100 km.

Laut Statista GmbH beträgt die mittlere Fahrleistung eines Pkw 13.000 km im Jahr. Davon Benziner ca. 10.000 km und Diesel ca. 20.000 km pro Jahr. Somit ließe sich beim Benziner ca 1100 Euro und beim Diesel ca. 1600 Euro pro Jahr einsparen. Auf 20 Jahre gerechnet wären es dann 22.000 bzw. 32.000 Euro

Heizkosten:

Die Heizenergie macht ca. 2/3 des gesamten Energieverbrauchs eines Hauses aus und ist somit ein sehr bedeutendes Element der Energiewende. Um aus einem Haus ein E-House zu machen (ohne Verbrenner), braucht es folgende Dinge:

- Eine Wärmepumpe

- Eine Niedertemperaturheizung, wie z.B. eine Fußbodenheizung.

- Eine gute Wärmedämmung.

- Eine Photovoltaikanlage

- Ein Smart Home System

Wenn bereits eine gute Wärmedämmung und eine Fußbodenheizung vorhanden sind, ist die Installation einer Wärmepumpe noch räumlich eingegrenzt. Wenn nicht, bedeutet es eine sehr aufwändige Sanierung des gesamten Gebäudes.

Für eine Modernisierung der Heizungsanlage gibt es staatliche Zuschüsse bis zu einer Höhe von 45 % der Baukosten.

Eine kurze Beispiel-Rechnung:

Stromkosten pro Haushalt: 92,- Euro

Benzinkosten pro Pkw: 118,- Euro

Heizkosten pro Haushalt: 50,- Euro

Das sind 260,- Euro pro Monat, 3120,- Euro Pro Jahr und 62.400 Euro in 20 Jahren. Das kann jeder für seinen eigenen Fall mit seinen eigenen Zahlen ausrechnen. Jeder kann für sich auch die Energiekostenentwicklung in den kommenden 20 Jahren grob abschätzen.

Wie kann man dieses Geld einsetzen, um die private Energiewende mindestens kostenneutral zu realisieren?

Strom- und Benzinkosten machen in unserem Beispiel 80 % der Energiekosten aus. Konzentrieren wir uns zunächst darauf. Und auf Hausbesitzer, die tagsüber mit dem Auto zur Arbeit fahren. Je mehr Kilometer, desto höher das Einsparpotential.

Mittels eines Solar-Carports am Arbeitsplatz könnte der produzierte Strom direkt in den Akku des E-Autos geladen werden. Das wäre der günstigste Strom (ohne Stromspeicher) und wäre auch eine Lösung für Nicht-Hausbesitzer. Geht das nicht, muß am Haus der tagsüber gewonnene Strom im Stromspeicher zwischengespeichert werden. Einen Stromspeicher benötigt man für die Stromversorgung im Haus ohnehin - allerdings vergrößert er sich (und die Solaranlage) wenn damit auch noch das E-Auto geladen werden soll. Das verteuert den selbst produzierten Strom entsprechend.

Pendlerkilometer / Tag:

Weniger als 10 km: 26,6 % der Pendler

Weniger als 20 km: 21,7 % der Pendler

Weniger als 50 km: 29,1 % der Pendler

Weniger als100 km: 14,2 % der Pendler

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ca. 80 % der Pendler verbrauchen weniger als 10 kWh/Tag

Weitere 15 % der Pendler verbrauchen weniger als 20 kWh/Tag

Carport Dachfläche: ca 3 x 5 m, 9 Solarmodule a 360 W = 3240 W

Max. Energie während Arbeitstag: 8 Stunden x 3240 W = 25,9 kWh

Mit 25 kWh kommt ein Pkw (Verbrauch 20 kWh/100 km) ca.125 km weit,

ein E-Roller oder E-Motorcycle (Verbrauch 5 kWh/100 km) ca. 500 km weit und ein E-Bike (0,5 kWh/100 km) ca. 5000 km weit.

Pendler haben somit durch die Energiewende nicht die größten Nachteile sondern die größten Vorteile - wenn sie sich aktiv an der Energiewende beteiligen. In diesem Beispiel könnten mit selbsterzeugten Solarstrom und einem E-Auto 80% der Benzinkosten eingespart werden.

 

Steuern und Abgaben:

Am einfachsten ist das Thema Steuern, wenn die Solar-Anlage ausschließlich privat beschafft, betrieben und genutzt wird. Das bedeutet keine Anbindung an das Stromnetz und damit kein (regelmäßiger) Verkauf des selbst erzeugten Stroms. Somit kann man zwar keine Vorsteuer für die Anschaffung der Solar-Anlage vom Finanzamt geltend machen, dafür muß man sich aber auch überhaupt nicht um das Thema Steuern kümmern und das entkompliziert das Thema doch erheblich.

Für diejenigen, die den Strom doch (regelmäßig) verkaufen möchten verweisen wir hier auf das Finanzministerium Baden-Württemberg und seine 64-seitige Broschüre.